Alternative Fremdwährungsdarlehen

Die Alternative Fremdwährungsdarlehen 

Ein Fremdwährungsdarlehen kann eine wirkliche Alternative zu einer klassischen Immobilienfinanzierung sein. Das Prinzip eines Fremdwährungsdarlehen ist dabei recht einfach: der Kreditnehmer nimmt das Darlehen, beispielsweise zum Kauf einer Immobilie oder zum Umschuldung einer Immobilienfinanzierung, nicht bei einer deutschen Bank auf, sondern wählt ein Land, in dem das Zinsniveau niedriger ist als in Deutschland. 

Das Darlehen wird somit in der Währung dieses Landes aufgenommen, in der Regel in Schweizer Franken oder Japanischen Yen. Der Darlehensbetrag wird in der jeweiligen Landewährung ausgegeben und in Deutschland vor der Auszahlung in Euro umgetauscht. Ein weiteres Merkmal von Fremdwährungsdarlehen ist, dass sie in der Regel endfällig sind, was bedeutet, dass während der Laufzeit nur die Zinsen bezahlt werden, zeitgleich jedoch Ansparungen, beispielsweise in Form einer Lebensversicherung oder eines Bausparvertrages, vorgenommen werden, die sicherstellen, dass das Kreditkapital am Ende der Laufzeit zur Verfügung steht.

Die Rückzahlung erfolgt nach erneutem Rücktausch von Euro in die gewählte Landeswährung. Der deutliche Vorteil eines Fremdwährungsdarlehens liegt darin, dass deutsche Bauherren von einem deutlich niedriger Zinsniveau profitieren können. Da die meisten Fremdwährungsdarlehen variabel verzinst werden und somit eine recht flexible Rektion auf Währungsschwankungen möglich ist, werden Fremdwährungsdarlehen bei einem starken Eurokurs besonders rentabel. Zudem ist der Bauherr im Idealfall wesentlich schneller schuldenfrei, da während der Laufzeit ja nur die Zinsen zurückgezahlt werden und somit eine wesentlich höhere Tilgung vereinbart werden kann.

Die Voraussetzungen für ein Fremdwährungsdarlehen 

Allerdings ist die Vergabe eines Fremdwährungsdarlehens an recht umfangreiche Voraussetzungen geknüpft. So muss beispielsweise das Haushaltseinkommen etwa bei 3000 Euro liegen, die Mindeststumme des Darlehensbetrages muss ist auf mindestens 100.000 Euro belaufen und der Anteil an Eigenkapital sollte bei mindestens 30% liegen. Daneben sind die Risiken eines Fremdwährungsdarlehens nicht zu unterschätzen. In gleichem Maße wie der Kreditnehmer von einem starken Euro profitiert, so kann ein schwacher Euro dazu führen, dass das Fremdwährungsdarlehen sogar teuerer wird als eine vergleichbare Eurofinanzierung gewesen wäre. Zudem steht ein Fremdwährungsdarlehen in direktem Zusammenhang mit der Entwicklung des Leitzinses. Als Fazit ergibt sich also, dass ein Fremdwährungsdarlehen eine durchaus günstige Alternative sein kann, allerdings finanziellen Rückhalt und ein gewisses Maß an Risikobereitschaft voraussetzt.

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