Infos zur Drei-Wege-Finanzierung

Infos zur sogenannten: Drei-Wege-Finanzierung 

Mittlerweile kennt der Finanzmarkt eine riesige Palette an unterschiedlichen Finanzierungsmodellen, was sich schlichtweg damit begründet, dass versucht wird, für möglichst jeden Kunden ein optimiertes, seinen Ansprüchen und Möglichkeiten entsprechendes Konzept zu finden und ihn auf diese Weise für sich zu gewinnen.  

Eine recht neue Finanzierungsform ist die sogenannte Drei-Wege-Finanzierung, die in erster Linie bei der Finanzierung von Fahrzeugen von Autohäusern angeboten wird.

 

Hier dazu alle wichtigen Infos:

•        Die Bezeichnung Drei-Wege-Finanzierung ergibt sich daraus, dass sich die Finanzierung aus drei Komponenten zusammensetzt und der Kreditnehmer zum Ende der Laufzeit aus drei Möglichkeiten wählen kann.

Die Finanzierungskomponenten der Drei-Wege-Finanzierung sind eine Anzahlung, die monatlichen Raten während der Laufzeit sowie eine Schlussrate. Zum Ende der Laufzeit kann der Kreditnehmer entscheiden, ob er die Schlusszahlung leisten, die Schlusszahlung umfinanzieren oder das finanzierte Fahrzeug zurückgeben möchte.

•        Der wesentliche Vorteil der Drei-Wege-Finanzierung liegt in ihrer Flexibilität.

Verfügt der Kreditnehmer am Ende der Laufzeit nicht über ausreichend Kapital, um die Schlussrate durch eine Einmalzahlung zu begleichen, kann er diese umfinanzieren und sofern es er sich für ein anderes Fahrzeug entscheidet, kann er das finanzierte Fahrzeug zurückgeben.

•        Der Nachteil der Drei-Wege-Finanzierung liegt in den häufig höheren Kosten, auch wenn die Zinssätze meist niedriger sind als bei einer klassischen Finanzierung.

Diese ergeben aber sich unter anderem daraus, dass im Rahmen der monatlichen Finanzierungsrate immer auch Zinsen für die Schlussrate enthalten sind, weil der Finanzierungsgeber auf diese Weise verhindert, dass ihm Zinsgewinne entgehen. Prinzipiell kann eine Drei-Wege-Finanzierung zwar auch günstiger sein, etwa bei einer niedrigen Schlussrate, allerdings ist dies eher die Ausnahme.

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Der Ablauf und die Kostenunterschiede lassen sich am besten anhand eines Beispiels verdeutlichen. Ein Fahrzeug mit einem Kaufpreis von 20.000 Euro soll über 60 Monate finanziert werden. Bei einer herkömmlichen Finanzierung ohne Anzahlung, die zu einem Zinssatz von 6,9 Prozent und mit einer monatlichen Finanzierungsrate von 393 Euro vergeben wird, würden sich die Gesamtkosten der Finanzierung auf 23.580 Euro belaufen.

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Bei einer Drei-Wege-Finanzierung mit einer Anzahlung von 2.000 Euro, einer Schlussrate von 7.500 Euro, einer Monatsrate von 244 Euro und einem Zinssatz von 6,4 Prozent, würden die Gesamtkosten 24.180 Euro betragen. Das bedeutet also, dass die Drei-Wege-Finanzierung trotz niedrigerem Zinssatz letztlich um 600 Euro teurer wäre als eine klassische Finanzierung.

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Nachteilig kann sich zudem auswirken, wenn sich der Kreditnehmer für eine Umfinanzierung der Schlussrate oder eine Rückgabe des Fahrzeugs entscheidet. Eine Umfinanzierung ist zwar möglich, allerdings stehen die Kosten für eine Anschlussfinanzierung bei Vertragsabschluss nicht fest. Wird das Fahrzeug zum Ende der Laufzeit hin zurückgegeben, kann es passieren, dass Abnutzungserscheinungen oder kleinere Beschädigungen den Zeitwert des Fahrzeugs mindern und eine Nachzahlung anfällt.

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Als Fazit zur Drei-Wege-Finanzierung ergibt sich daher, dass dieses Finanzierungsmodell ein hohes Maß an Flexibilität bietet und insofern durchaus vorteilhaft sein kann. Für diejenigen, die Wert auf eine feste Rückzahlung und eine sichere Kalkulationsbasis hinsichtlich der gesamten Finanzierungskosten legen, ist eine klassische Finanzierung aber vermutlich die geeignetere Alternative.

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