Infos und Tipps rund ums Tagesgeld, 1. Teil

Infos und Tipps rund ums Tagesgeld, 1. Teil

Etwas Geld auf der hohen Kante zu haben, das sicher ist, recht gut verzinst wird und bei Bedarf zeitnah abgerufen werden kann: Lange Zeit waren das die großen Pluspunkte vom guten, alten Sparbuch.

Infos und Tipps rund ums Tagesgeld, 1. Teil

Doch Mini-Zinsen und Kündigungsfristen ab bestimmten Beträgen lassen den Klassiker zunehmend zum Auslaufmodell werden. Eine interessante Alternative kann dann ein Tagesgeldkonto sein. Denn ein Tagesgeldkonto ermöglicht, sicher und flexibel zu sparen. Gleichzeitig ist das Guthaben jederzeit verfügbar.

Nur was die Zinsen angeht, garantiert das Tagesgeldkonto als solches noch keine gute Verzinsung. Denn inzwischen haben auch die Anbieter von Tagesgeldkonten die Zinsen teils deutlich nach unten geschraubt.

Andererseits gibt es natürlich genauso Anbieter mit ganz ordentlichen Zinssätzen. Und höher als die Zinsen beim Sparbuch sind sie beim Tagesgeld allemal.

Nur: Für wen eignet sich ein Tagesgeldkonto überhaupt? Wie funktioniert das Ganze? Und worauf gilt es zu achten?

In einem zweiteiligen Beitrag haben wir jede Menge Infos und Tipps rund ums Tagesgeld zusammengestellt!:

Wann ist ein Tagesgeldkonto eine sinnvolle Anlagemöglichkeit?

Seine große Flexibilität macht das Tagesgeldkonto zu einem idealen Anlageprodukt für Geld, das der Sparer bald brauchen wird oder das jederzeit verfügbar sein soll. Spart der Sparer zum Beispiel für die nächste Urlaubsreise, ein neues Auto oder die anstehende Hochzeit und möchte er dieses Geld von den laufenden Bewegungen auf dem Girokonto trennen, ist er mit einem Tagesgeldkonto gut beraten.

Gleiches gilt, wenn der Sparer das Eigenkapital für einen Immobilienkauf zur Seite legen möchte. Außerdem bietet sich ein Tagesgeldkonto an, wenn sich der Sparer eine Reserve für unerwartete Ausgaben bereithalten möchte.

Für ein langfristiges Sparen hingegen ist ein Tagesgeldkonto nicht die beste Wahl. Denn je länger der Sparer sein Geld bei der Bank anlegt, desto höher sind normalerweise die Zinsen, die er bekommt.

Wenn der Anleger weiß, dass er das Geld in nächster Zukunft nicht brauchen wird oder davon ausgeht, dass die Zinsen weiterhin auf einem niedrigen Niveau bleiben, ist er mit einem Festgeldkonto besser beraten. Hier weiß er zumindest, wie hoch die Zinsen für den gewählten Zeitraum sein werden.

Geht es dem Anleger hauptsächlich um eine möglichst hohe Rendite, sollte er sein Kapital auf verschiedene Anlageformen wie Tagesgeld, Festgeld und Aktien oder Fonds aufteilen. Wertpapiere unterliegen zwar Schwankungen, ermöglichen aber deutlich höhere Gewinne als Tages- oder Festgeld.

Statt nicht benötigtes Geld anzulegen, sollte der Sparer außerdem grundsätzlich zuerst laufende Kredite und Darlehen tilgen. Denn für Kredite zahlt er so gut wie immer höhere Zinsen als die, die er für sein Tagesgeld bekommt.

Warum eignet sich ein Tagesgeldkonto zum Sparen besser als ein Sparbuch oder Girokonto?

Natürlich kann der Sparer sein Geld auch auf dem Girokonto oder einem Sparbuch parken. Bleibt das Geld auf dem Girokonto, kann der Überblick aber recht schnell verloren gehen. Außerdem wird das Geld hier oft gerade nicht gespart, sondern abgehoben und ausgegeben.

Sollten sich ungefugte Dritte Zugriff auf das Girokonto verschaffen, etwa weil das Online-Banking gehackt oder die Girokarte gestohlen wird, kann der Schaden zudem umso größer sein, je mehr Geld auf dem Konto ist.

Als vielleicht wichtigster Punkt kommt aber noch dazu, dass sich der Sparer Zinsen entgehen lässt. Das Guthaben auf einem Girokonto wird bei kaum einer Bank noch verzinst und auch die Zinsen beim Sparbuch fallen sehr mager aus. Im Durchschnitt gibt es beim Sparbuch gerade einmal 0,01 Prozent Zinsen pro Jahr.

Im Unterschied dazu ist beim Tagesgeld ein Zinssatz von bis zu einem Prozent möglich. Hat der Sparer ein Guthaben von 10.000 Euro, würde er dafür auf dem Sparbuch bei 0,01 Prozent Zinsen gerade einmal einen Euro pro Jahr bekommen. Auf dem Tagesgeldkonto mit einem Prozent Verzinsung wären es immerhin 100 Euro.

Wie sicher ist das Geld auf einem Tagesgeldkonto?

Auf einem Tagesgeldkonto ist das Geld genauso sicher wie auf dem Girokonto oder dem Sparbuch. Denn die gesetzliche Einlagensicherung greift auch hier. Für den Sparer bedeutet das, dass innerhalb der EU bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank geschützt sind.

Liegt das Tagesgeld auf einem Gemeinschaftskonto, das auf den Sparer und beispielsweise seinen Ehepartner läuft, sind sogar 200.000 Euro sicher. Sollte die Bank in eine wirtschaftliche Notlage geraten, stellt der Einlagensicherungsfonds sicher, dass der Sparer sein Geld zurückbekommt.

Die Summe von 100.000 Euro dürfte für den normalen Anleger völlig ausreichen. Allerdings gibt es keine Garantie dafür, dass die Einlagensicherung im Ernstfall auch wirklich in jedem EU-Land funktioniert.

Aus diesem Grund sollte der Sparer eine Bank auswählen, die finanziell stabil ist und in einem zahlungskräftigen Land wie Deutschland, Frankreich oder den Niederlanden sitzt.

Wie funktioniert ein Tagesgeldkonto?

Ein Tagesgeldkonto basiert letztlich auf dem gleichen Prinzip wie ein Girokonto. Nur sind die Funktionen etwas eingeschränkter. Um Einzahlungen vorzunehmen, kann der Sparer entweder Bargeld über einen Automat oder am Schalter einzahlen.

Eine andere Möglichkeit ist, dass er das Geld aufs Tagesgeldkonto überweist. Ob er dabei einmal, gelegentlich oder regelmäßig Geld einzahlt und wie hoch die jeweiligen Beiträge sind, entscheidet er selbst.

Möchte der Sparer über das Guthaben verfügen, überweist er den gewünschten Betrag auf ein Referenzkonto. In aller Regel wird das sein normales Girokonto sein. Per Online-Banking hat er sein Tagesgeldkonto jederzeit im Blick. Und mittels Bankkarte kann er sich in der Bankfiliale Kontoauszüge ausdrucken.

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