Alles Wichtige rund ums Bitcoin Lightning Network, Teil 1

Alles Wichtige rund ums Bitcoin Lightning Network, Teil 1

Als Off-Chain-Lösung für die Bitcoin Blockchain ist das Lightning Network eine sogenannte Second Layer Solution. Solche Technologien machen es möglich, Aktionen für eine Blockchain auszulagern und in externen Systemen abzuwickeln. Und wenn es um die Skalierung von Blockchains geht, zählen die Technologien zu den bekanntesten und zugleich besten Lösungen.

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Alles Wichtige rund ums Bitcoin Lightning Network, Teil 1

Die Bitcoin Blockchain kann ungefähr sieben Transaktionen pro Sekunde abwickeln. Im Unterschied dazu schafft das Lightning Network je Kanal bis zu einer Million Transaktionen pro Sekunde.

Die einzelnen Transaktionen können fast in Echtzeit übertragen werden und sind sehr kostengünstig, teilweise sogar komplett kostenfrei. Aus diesem Grund eignet sich Lightning auch bestens, um Mikrotransaktionen und regelmäßige Dienste zu bezahlen. Gleiches gilt für internationale Finanztransaktionen.

Doch was ist das Bitcoin Lightning Network genau? Was sind die Vor- und Nachteile? Und wie laufen die Transaktionen ab?

In einem mehrteiligen Beitrag fassen wir alles Wichtige und Wissenswerte zum Thema zusammen!:

Welchen Hintergrund hat das Lightning Network?

Die Skalierbarkeit ist außerhalb der Blockchain kein Problem. Tatsächlich ist die Skalierbarkeit außerhalb sogar schneller umsetzbar als in einer so großen Blockchain wie beim Bitcoin.

Gleichzeitig bleibt die Sicherheit der Bitcoin Blockchain gewahrt. Das langsame Tempo und das hohe Maß an notwendiger Rechenleistung sichern den Bitcoin und die damit zusammenhängenden Transaktionen ab.

Lösungen wie das Lightning Network greifen einerseits auf die Sicherheit der Bitcoin Blockchain zurück. Andererseits fügen sie eigene Funktionen hinzu, indem sie zum Beispiel Transaktionen schneller übertragen.

Das Bitcoin Lightning Network wurde im Jahr 2015 offiziell vorgestellt. Die Alpha-Freigabe erfolgte im Januar 2017, seit ungefähr 2018 steht es im Hauptnetz des Bitcoin zur Verfügung. Seit seiner Vorstellung wächst das Lightning Network stetig weiter und immer mehr Nutzer verwenden Lightning, um ihre Transaktionen schnell abzuwickeln.

Schon 2017 stieß die Bitcoin Blockchain an ihre Grenzen. Denn die Transaktionen konnten nicht mehr alle in der erforderlichen Zeit abgewickelt werden. Damit war die gesamte Blockchain in Gefahr.

Unter diesen Umständen war es nämlich nicht mehr möglich, sie als weltweite Währung zu nutzen. Das Lightning Network (LN) kann bei solchen Problemen Abhilfe schaffen.

Vereinfacht erklärt, ist LN ein Werkzeug, das es ermöglicht, Transaktionen zu senden, ohne dass dafür die Blockchain gebraucht wird. Weil die Transaktionen in einer Zwischenschicht stattfinden, ist die Blockchain entlastet. Gleichzeitig entsteht eine enorm hohe Transaktionsgeschwindigkeit.

Was ist das Bitcoin Lightning?

Beim Lightning Network handelt es sich um ein sogenanntes Second-Layer-Zahlungsprotokoll. Es arbeitet auf einer Blockchain und sorgt dafür, dass zwischen teilnehmenden Knoten sofortige Transaktionen stattfinden können. Entwickelt wurde das Lightning, um die Skalierungsprobleme beim Bitcoin zu lösen.

Per Lightning sind schnelle und kostengünstige Transaktionen zwischen zwei Parteien möglich. Die Peer-to-Peer-Technik erlaubt aber auch, mehrere Teilnehmer zu integrieren, die dann jeweils Bitcoin untereinander austauschen.

Die Abwicklung von Transaktionen kann in der Blockchain von Bitcoin erfolgen, ohne dass energieintensives Mining erforderlich ist. Dazu führt an Off-Chain-Lösungen aber praktisch kein Weg vorbei.

Im Prinzip ist LN ein weiteres Bezahl-Netzwerk für den Bitcoin. Weil die Gebühren viel geringer sind als in der normalen Blockchain, ist Lightning Network außerdem eine ideale Lösung, um kleinere Transaktionen zu versenden.

Neben der Sicherheit ist die Anonymität ein weiterer Aspekt. Lightning Network an sich ist sehr sicher und auch die Sicherheit in der Bitcoin Blockchain bleibt auf höchstem Niveau. Außerdem ist Anonymität gegeben, denn es gibt keine Transaktionshistorie. Zwar hat der Nutzer natürlich die Möglichkeit, sich eine Historie anzulegen.

Doch im Netzwerk selbst existiert sie nicht. Und wer nicht in einen Kanal eingebunden ist, kann die Bezahlvorgänge nicht nachvollziehen.

In der Bitcoin Blockchain erfolgt die Abwicklung der Transaktionen mit Satoshis (SAT), wobei ein SAT dem 100.000.000-Teil eines Bitcoins entspricht. Weil der Wert des Bitcoin stetig steigt, wird es vermutlich Sinn machen, den SAT künftig noch weiter aufzuteilen.

Doch während so eine Aufteilung in der Bitcoin Blockchain viel zu kompliziert wäre, ist sie im wesentlich flexibleren Lightning Network problemlos machbar.

Wie ist Lightning Network entstanden?

Wer die Hintergründe verstehen und sich tiefer gehendes Wissen zum Thema aneignen möchte, sollte sich mit dem Lightning Whitepaper von Joseph Poon und Thaddeus Dryja auseinandersetzen. Auf Basis dieses Papiers wurde das Bitcoin Lightning Network ausgearbeitet, an der Entwicklung waren mehrere Parteien beteiligt.

Grundsätzlich funktioniert eine Blockchain so, als müsste ein Computer ausnahmslos jede eingehende Nachricht speichern. Im Unterschied dazu bewirkt Lightning Network, dass Nutzer Transaktionen in der Blockchain durchführen und dabei nur die Daten speichern müssen, die sie selbst betreffen.

Damit ist das Netzwerk ein Protokoll, das Blockchains skalieren und schneller machen kann. Es wurde erarbeitet, um technische Einschränkungen in der Bitcoin Blockchain aufzuheben.

Im nächsten Teil schauen wir uns an, wie die Transaktionen im Bitcoin Lightning Network ablaufen.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

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Matthias Kumpertz, - Finanzberater und Marlene Heuer,- Finanzberaterin, sowie Christian Gülcan, Unternehmer, Kryptoinvestor, VC Investor, Gründer, Kreditnehmer, Betreiber und Redakteur der Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Ratgeber zu Finanzen, Kapital, Finanzierungen und Banken. Anleitungen, Investments und Finanzpläne für Verbraucher und Investoren. Die Inhalte des Informationsangebots, stellen keine Finanzberatung oder Anlageberatung dar - somit ersetzen die Inhalte auch keine persönliche Beratung mit einen Finanzberater oder Steuerberater.

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